Zur Situation der Frauen

Frauen sind in laendlichen, unterentwickelten Gebieten meist Menschen zweiter Klasse.

Traditionell werden die Maedchen aus den unteren Schichten viel zu jung verheiratet. Dadurch koennen sie die Schule oft nicht abschliessen, was eine spaetere Berufsausbildung erschwert, ja oft unmoeglich macht.

Mit der Heirat wird die Frau Teil der Familie des Mannes. Wird sie Witwe, heisst das nicht, dass die Familie weiterhin fuer sie sorgt. Besonders wenn sie "nur" Mutter eines Maedchens ist, muss sie damit rechnen, aus dem Familienverband ausgestossen zu werden. Fuer eine erneute Heirat koennen die Eltern das erforderliche Brautgeld nicht noch einmal aufbringen.

Dazu sagt ein indisches Sprichwort: "Ein Maedchen grossziehen ist als wuerde man den Garten des Nachbarn bewaessern".

In einer weiteren notvollen Situation sind Frauen mit Kindern, die von ihren Maennern verlassen wurden. Sie sind allein fuer den Unterhalt der Familie verantwortlich, ohne jegliche staatliche Unterstuetzung. Wenn sie ueberhaupt eine Anstellung finden, ist es eine untergeordnete, schlecht bezahlte Arbeit.

y